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Zeittafel

des Ferienhauses Haffkrug

Jahr

Ereignis

Bilder
1388

Haffkrug wird erstmalig urkundlich erwähnt

„ krogh by dem have“

 
1434 „ Haffkroch“ urkundlich genannt  
1724 B.Reese heuert den „ Krug zum Haffkrug“ mit dessen Realgerechtigkeiten  
1741 Umwandlung des Kruges in eine Erbpachtstelle  
1811 Übertragung der Erbpachtstelle an den Halbhufner und Schenkwirt Johann Christian Knoop ( 1782- 1861)  
1812 Grundsteinlegung für ein Gasthaus unmittelbar am Strand und 1813 dann erstes Angebot von Bädern in der offenen See  
1824 Die „Badeanstalt im Kleinen“ hat 20 bis 30 Kur- und eine Mehrzahl von Tagesgästen  
1840 Haffkrug (253 Einwohner) wird als stark besuchtes Seebad mit 8- 10 Badekarren erwähnt  
1844 Anbau eines Logierhauses  
1846 Wiederaufbau des Anwesens nach dem Brand im Jahre 1845  
1851 Übergabe der Badeanstalt an den Badewirt Herrmann Hinrich Knoop (1829- 1899)  
1855 Anbau eines Speisesaales mit kleiner Veranda  
1860 Erster Aufenthalt von Elisabeth, Großherzogin von Oldenburg ( geb. 1826) vermählt mit Peter seit dem 10.02.1853 mit ihren Söhnen Friedrich August (geb. 1853) und Georg Ludwig (geb. 1855)  
1861 24.06. Genehmigung von Frederik VII., König von Dänemark und Herzog von Holstein, der Badeanstalt den Namen „ Elisabethbad“ beizulegen. Bau eines zweiten Logierhauses, des „Prinzenhauses“  
1868 Eröffnung des „Dorfkruges“, des späteren „ Gasthaus zur Post“ in der zweckmäßig erweiterten bisherigen Altenteilskate  
1872 Aufstockung des Prinzenhauses 13.11. Sturmflut ohne Schaden für das Elisabethbad  
1873 Arrondierung des Anwesens um den „überschwemmten Katenbauplatz von Hinrich Brockmann“ Inbetriebnahme des Bahnhofes Gleschendorf - später Bahnhof Pönitz- der Eisenbahnlinie Lübeck- Eutin  
1881 15.08. Herrmann Knoop eröffnet im Dorfkrug eine Postagentur mit täglicher Fahrverbindung zum Bahnhof Gleschendorf  
1882 16.06. Erweiterung der Postagentur um eine Telegraphenstation, Haffkrug zählt 394 Einwohner  
1887 Herrmann Knoop projektiert gemeinsam mit seinem Sohn eine Seebäderbahn  
1892 Verpachtung des Elisabethbades an Johann Christian Käßmann, der seit 1887 jährlich zur Saison aus Hamburg anreist und als Oberkellner tätig ist  
1894 Brand des Elisabethbades Übergabe der Badeanstalt an den Eisenbahndirektor Gustav Knoop (1855- 1925), der 1895 für den Wiederaufbau im modernen Schweizer Stil sorgt; Käßmann bleibt Pächter Übergabe der landwirtschaftlich genutzten Flur an Schwiegersohn Carl Krimpe  
1900 Eröffnung des Seebäderdienstes Travemünde- Neustadt mit dem Dampfer „Heinrich Adolf“ durch Carl Krimpe, Bauernvogt in Haffkrug  
1902 Elisabethbad erhält Gaslicht  
1904 Erwerb des Elisabethbades durch den Hotelwirt Johann Käßmann  
1912 Artesischer Brunnen und damit fließendes Wasser für das Elisabethbad  
1913 Verkauf des „Gasthauses zur Post“ an Wilhelm Dohrendorf, der dort bereits seit 1910 Pächter und Postagent ist  
1918

01.01. PRO Stiftung Hamburg, gegründet am 19.03.1917 auf Initiative

von Henry Everling vom Hamburger Konsum-, Bau-, und Sparverein „Produktion“, übernimmt
  • das Elisabethbad von Johann Käßmann
  • das „ Gasthaus zur Post“ von Wilhelm Dohrendorf und vereinigt
beide Grundstücke wieder
 
1919

15.05. Eröffnung, nach umfassendem Umbau, als Kindererholungsheim für Kinder aus Genossenschaftsfamilien; Alter der Kinder 10 – 14 Jahre

 
1921 Die Kurkosten pro Kind und Jahr liegen bei 600 Mark und übersteigen die Schätzung von 45 Mark bei weitem; der Konsumverein gleicht den Jahresverlust aus; die Aufnahme in das Ferienhaus bleibt unentgeltlich  
1924 Volle Aufwertung des Stiftungskapitals durch die Sparkasse des Konsumvereins „ Produktion“ nach der Inflation  
1925 Eröffnung des Bahnhofs Haffkrug  
1926 Abbruch des baufälligen Gasthauses zur Post; das Grundstück wird als Ackerland genutzt  
1928 Die Hamburger Schulbehörde entscheidet, dass in das Heim nur erholungsbedürftige Kinder fahren dürfen; die Stiftung nimmt bereits Kinder ab 8 Jahren auf  
1929 Verkauf des Inventars des Prinzenhauses und Einrichtung eines Kinderspielplatzes vom Verkaufserlös; zwei Drittel des Prinzen- Hauses werden abgerissen und das letzte Drittel zum Hausmeisterhaus umgebaut
1939 01.09. Beschlagnahme als Reservelazarett und Belegung mit einer Genesungskompanie; 19.812 Kinder hatten das Heim bisher besucht  
1941 Ausweichkrankenhaus für die Universität Kiel  
1942 Dachstuhlbrand und notdürftige Reparatur mit einem Flachdach  
1945 Beschlagnahme durch die UNRRA zur Unterbringung von Verschleppten  
1948 11.10. Wiedereröffnung des Kindererholungsheimes nach einer Renovierungszeit von 6 Monaten mit dem Ehrengast Henry Everling, dessen Namen das Heim von nun an führt  
1950 Wiederherstellung des Dachstuhls  
1957 Bau der Liegehalle  
1959 Umstellung der Zentralheizung von Koks auf Öl und Abbruch von Scheune und Stallung; Neubau eines Wirtschaftsgebäudes  
1973 Schließung des Kindererholungsheimes nach den Sommerferien; mehr als 40.000 Kinder hatten eine unentgeltliche 4- Wochen-Kur verbracht  
1974 28.06. Eröffnung als Senioren- Ferienhaus nach grundlegendem Umbau und Fahrstuhleinbau; die Gäste zahlen für den betreuten Aufenthalt ein Entgelt  
1983 Umfassende Renovierung von Ferienhaus, Hausmeisterhaus und Wirtschaftsgebäude  
1985 Seniorengerechte Gestaltung des Parks, Neuschaffung eines Teiches  
1988 Renovierung der Liegehalle; knapp 8500 Senioren besuchten das Ferienhaus bisher für eine Drei- Wochen- Kur  
2004 Umfangreicher Anbau; das Henry- Everling- Haus hat nun 43 Gästezimmer, 29 EZ und 14 DZ, die für den Aufenthalte der Senioren, mit Vollpension und kostenlosem Unterhaltungsprogramm zur Verfügung stehen.  
  Quelle: Dr. Reinhold Bengelsdorf